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dem Landammann ſich verabſchiedete. Er konnte es nicht unterlaſſen, der Schweſter zuzuflüſtern:
„Nun, Angelika, habe ich meine Sache gut ge⸗ macht?“
Angelika reichte ihm mit einem ſeligen Lächeln die Hand.
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Das Begräbniß war vorüber. Der Nationalrath ruhte auf dem ſchönen Kirchhofe, von dem man den Blick über den weiten See und das Rund der fernen Berge hat.
Als die drei Männer auf der Falkenburg wieder anlangten, ſahen ſie neben den ſchwarzgekleideten Schweſtern Frau Bertha und Hedwig noch eine lichtere Geſtalt durch die Büſche ſchimmern.
Es war Angelika, deren ſanfte tröſtende Gegen⸗ wart ſchon jetzt ihren lindernden Einfluß auf den Gram der Wittwe äußerte.
Hedwig ging dem Profeſſor mit ruhiger ſinnender Trauer entgegen.„Biſt Du nun mein, Hedwig?“ fragte er.
„Für immer— der beſte der Menſchen hat unſe⸗ ren Bund geſegnet, und das bringt Glück und Weihe unſerem ganzen Leben.“
„Du betrauerſt Deinen Schwager wol ſehr?“


