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Die Volksbeglücker : eine Erzählung : ein Band / von Max von Schlägel
Entstehung
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Geſicht, ihren langſamen Bewegungen, ihren großen theilnahmloſen Augen, die keine Thräne zu haben ſchie⸗ nen für das Leid, mit dieſem Mund, deſſen ſanfte Linien gefeit ſchienen gegen Scherz und Lächeln; der Profeſſor ſtand zum erſten Mal vor einem lebendigen Räthſel. Hatte er ein hochmüthiges, ein blaſirtes, ein herzloſes Geſchöpf vor ſich? Oder war dieſe eiſige Ruhe die Folge eines tiefen ausgekämpften Seelen⸗ leids? War Hedwig eine religiöſe Schwärmerin, oder konnte ſich hier eine erkrankte Phantaſie nicht mehr von den ſelbſterzeugten Geſtalten losreißen, daß das Leben um ſie her zu einem unverſtändlichen Gemurmel ſich verwirrte, aus dem nur hie und da vertraute Stimmen halbverſtanden zu ihrer Seele drangen, um den Körper automatengleich im gewohnten Gleiſe zu halten?

Von der letzteren Befürchtung wurde der Pro⸗ feſſor bald befreit. Der Nationalrath fuhr in ſeiner Vorſtellung ſcherzend fort:

Endlich habe ich unſerm Freunde noch ein paar junge Damen vorzuſtellen, welche auch ſchon Anſpruch machen auf die ihrem Geſchlechte zukommenden Artig⸗ keiten, nämlich meine Töchter Anna und Klara. Das Anneli fühlt ſich ſchon als große Dame und münſcht mitSie angeſprochen zu werden, das Kläreli iſt

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