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liege, was des Intereſſes werth, nicht hier, ganz anderswo, vielleicht im eignen Herzen, in den eignen Träumen.—
Als er ihm zum zweiten Mal die Hand gegeben, fühlte der Profeſſor, was er in dem Nationalrath für ein warmes erregbares Freundesgemüth gefunden; ob die Stärke des Charakters der Empfänglichkeit des Herzens ganz entſprach, wußte er noch nicht, es mußte aber wol ſo ſein, denn der Nationalrath war ja ein großer und berühmter Mann in ſeinem Volke, wegen ſeiner hervorragenden Eigenſchaften in dem Kreis, wo dieſe zur Entfaltung kommen konnten, angeſtaunt ſelbſt von den politiſchen Feinden.
Frau Berthas Natur war ein aufgeſchlagenes Buch mit goldenen Lettern, und darin ſtanden reizende Geſchichten von der liebenden Hingebung und freudigen Aufopferung einer kräftigen Frauenſeele. Ohne viel Phantaſie, ſchlicht und gut, das Gute vollführend, weil es eben gut war, und das Schlechte aus Inſtinkt von ſich weiſend, ohne jedoch darüber zu philoſophiren, einfach klar und für jeden zu ergründen, der gut genug war, um eine nnverfälſchte Natur zu begreifen, auf⸗ recht und ſtolz, weil ſie ſich nicht für weniger werth hielt, als alle andern, aber auch nicht für mehr: das war Frau Bertha, wie ſie der Profeſſor beurtheilte.
Aber die Schwägerin mit ihrem ruhigen blaſſen


