zu, in welches das kleinere Schweſterchen einigemale, jedoch vergeblich, ſich einzudrängen verſuchte.
Nebenan am Fenſter, vom Licht der Lampe auf dem Tiſche kaum erreicht und mit halbabgewendetem Geſicht zur beleuchteten Stadt niederblickend, ſaß eine
jüngere, ſchlankere Geſtalt in einfacher Haustoilette.
Die Hände mit der Stickerei ruhten in ihrem Schoße, und mit halbem Ohre, ohne jedoch die Blicke von dem reizenden Nachtbilde zu verwenden, lauſchte auch ſie dem Geplauder der Kinder.
Der Tiſch war zum Abendbrot gedeckt, ein großer Blumenſtrauß nahm die Mitte ein, alles glänzte von Sauberkeit und Ordnung.
Der Eintritt der beiden Männer brachte dies Bild eines ruhigen glücklichen Familienlebens etwas in Unordnung. Die Frau vom Hauſe ſtand auf, drängte die beiden verlegenen Kinder ſanft von ſich und ſchien die Vorſtellung des Fremden zu erwarten. Die jüngere Dame erhob ſich ebenfalls und trat etwas näher, jedoch nicht weit genug, daß das volle Lampen⸗ licht hätte auf ſie fallen können.
„Ich ſtelle Euch in dieſem Herrn einen braven deutſchen Mann vor, der für ſeine ehrliche Ueberzeu⸗ gung das Brot der Fremde eſſen muß— der Herr
und hörte milde lächelnd dem Geſchwätz des Kindes


