Drittes Kapitel.
Ein Familienleben.
Der Nationalrath ging voraus. Profeſſor Her⸗ mann folgte ihm durch einige einfach möblirte Räume und trat endlich in das Familienzimmer. Es war ein reizendes Familienbild, das er da zu ſehen bekam. Auf einer Ruhebank ſaß eine ſchöne ſtattliche Frau von etwa zweiunddreißig Jahren, die zwei Mädchen, welchen wir ſchon begegnet ſind, drängten ſich zu bei⸗ den Seiten an ſie und erzählten ihr offenbar von dem fremden Manne, der gekommen war, um ihren Vater zu beſuchen und ſo freundlich mit ihnen geredet hatte; denn beim Eintritt des Profeſſors ſchwiegen ſie ſcheu und verlegen. Die Mutter hatte die eine ihrer nicht eben ſehr kleinen, aber ſehr zarten und weißen Hände auf das braune Haar des älteren Mädchens gelegt


