dies gelang ihm auch bis auf die rauhen Kehl⸗ und Ziſchlaute, welche ſeine gebildetſten Landsleute nie
ganz verleugnen können, und bis auf den ausdrucks⸗ vollen pathetiſchen Ton, welcher ſich von der Gewohn⸗ heit, öffentlich zu reden, auf ſeine Converſation über⸗ tragen haben mochte.
„Was verſchafft mir die Ehre?“ fragte der National⸗ rath, der unter dem ruhigen beobachtenden Blick des Fremden unruhig auf ſeinem Seſſel hin⸗ und her⸗ rückte.
„Sie werdeu meinen Namen vielleicht durch die Journale kennen. Ich heiße Chriſtoph Her⸗ mann!“
„Ah!“ der Nationalrath blickte auf.„Sind Sie derſelbe Profeſſor Hermann, welcher nach den Zei⸗ tungen Süddeutſchland verlaſſen mußte wegen...“
Der Nationalrath ſtockte. 1
„Wegen ſeiner preußiſchen Sympathien!“ voll⸗ endete der Profeſſor ruhig.„Ich bin derſelbe.“
Der Nationalrath war etwas erregt. Er wech⸗ ſelte mehrfach die Farbe. Endlich wie mit einem ra⸗ ſchen Entſchluß ſtreckte er die Hand hin, in die der Profeſſor zögernd die ſeinige legte.
„Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ich einen ehrlichen Mann, der im Kampfe für ſeine Ueberzeugung alles,


