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dem Schwert der Rede mahnte er ab von dem nnſeligen
Bruderzwiſt, immer höher ſtieg die Brandung der
Volkswuth zu ihm herauf, als er ſein Programm ver⸗ las:„Unbedingter Anſchluß an den großen thatkräfti⸗ gen deutſchen Norden, Aufgeben aller kleinlichen Groß⸗ machtsbeſtrebungen, Unterordnung in militäriſcher und diplomatiſcher Beziehung unter Preußen, den Hort und die Stütze Deutſchlands...“
Da kannte die Wuth des Pöbels keine Grenzen mehr ſie hießen ihn einen Verräther, der ſich an die Preu⸗ ßen verkauft habe, und die Polizei führte ihn gefangen hinweg, wie ſie ſagte, um ihn vor den Inſulten des Volkes zu ſchützen. Er wurde des Hochverraths ange⸗ klagt und mußte fliehen.
Der Weg nach dem Norden war ihm durch die Heeresbewegungen und die ſtrengere Controle, die der Krieg mit ſich führte, verlegt— er wandte ſich nach der Schweiz— dem Lande der Freiheit; dem Lande, das aus ſeinem Bruderkrieg verjüngt wieder auferſtan⸗ den war, während dort drüben ein großes Volk, wie beſtimmt allen anderen als ſtrahlendes Vorbild vor⸗ anzuleuchten, den häuslichen Zwiſt blutig ausfocht.
Sinter ſeinen flüchtigen Schritten ertönten die Donner von Sadowa. Der Träumer am Dampfſſchiffgeländer ſchrak em⸗


