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Die Volksbeglücker : eine Erzählung : ein Band / von Max von Schlägel
Entstehung
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3 Nähe gab, ſchlecht genug, um ihn gleich Geßlern umzu⸗ bringen. Und auch die Leute, mit denen der Knabe verkehrte, ſchienen leider ganz zufrieden mit ihrer Skla⸗ verei.

Der Knabe wurde Jüngling, er ſang auf Kom⸗ merſen und Kneipen das Lied vomStruth von Winkelried, und wieder betrübte ihn tief das gänz⸗ liche Verſchwinden der Geharniſchten aus unſerem nüchternen Jahrhundert; höchſtens hie und da eine Kommentpaukerei auf Binden und Bandagen, wobei die Sekundanten jeden dritten Hieb herausfingen, oder eine Piſtolenmenſur auf fünfzig Schritt mit überla⸗ denen Piſtolen und einem neugebackenen Fähnrich, dem man beim Tanzen auf den Fuß getreten. Man ſchoß mit der dazu gehörigen Aufregung, gab ſich die Hand und ging nach Hauſe, das war alles. Und der Univerſitätspedell oder die Gendarmen, welche hie und da eine Paukerei aufhoben oder verhinderten, konnten bei allem Heldenmuthe, den man bei ſolchen Gelegen⸗ heiten bewies, doch auch nicht für würdige Gegenſtände des Tyrannenhaſſes gelten.

Da kam jener die Gemüther verwirrende Streit von 1866 der Jüngling war Mann geworden, er ſtand allein inmitten des tobenden Pöbels, welcher Krieg!

Krieg! heulte. Aber er war Mann geworden. Mit 1*