Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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und ihr geſagt, daß ſie wieder beſſer ausſehe; er fand ſie alſo wieder hübſcher. Ruhig führte ſie ihn ins Zim⸗ mer; mochte er ſich an Nini's Schönheit flüchtig be⸗ rauſchen, lange konnte ſie ihn nicht feſſeln, denn ſie hatte kein Herz.

Und Lazire war in der That berauſcht vom An⸗ blick des herrlichen Geſchöpfes, das im Schmuck ſeiner blonden Locken mit hochgerötheten Wangen und wo⸗ gendem Buſen in der Mitte des Zimmers ſtand und ihn mit den blauen blitzenden Augen neugierig an⸗ ſchaute. Das lange blau und grau geſtreifte Kleid fiel weich und faltig von ihren Gliedern und floß in ſei⸗ denen Wellen über den Teppich.

Nini wandte den Oberkörper mit einer reizenden Bewegung nach Madame Chavandrier um und fragte:

Alſo das iſt er?

Sie hätte den Zauber ihres Weſens nicht über⸗ raſchender offenbaren können als durch dieſen Ausruf.

Das iſt er! beſtätigte Lazire und trat auf Nini zu und faßte ſie bei der Hand.Ich wollte, Du könn⸗ teſt ihn ebenſo hübſch finden, wie er Dich, reizendes Kind!

Nini betrachtete ſich mit ungemein komiſchem Ernſt die vor ihr ſtehende Geſtalt. Endlich hatte ſie ihre Muſterung beendet, nickte mit dein Kopfe und wandte