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die gedämpfte Unterhaltung zweier Stimmen, einer
männlichen und einer weiblichen. Der Kellner legte
ſein Geſicht an die Wand, entfernte es dann wieder und winkte Fränkel, daſſelbe zu thun. Zwei faſt unmerk⸗ bare Oeffnungen in der Tapete geſtatteten den Ueber⸗ blick über das ganze Gemach.
Fränkel legte ſeine ziemlich großen Hände breit an die Wand, um ſich zu ſtützen, und näherte ſein Geſicht ſchmunzelnd der angedeuteten Oeffnung.
Doch kaum hatte er einen Blick hindurch gethan, ſo zuckten die ausgeſtreckten Finger ſeiner Hände zu⸗ ſammen wie in Krämpfen und ſeinen Körper ſchüttelte es wie Fieberfroſt.
Die Stimmen im Nebenzimmer wurden lauter.
„Es iſt unklug, Eleonore“, ſagte die tiefere von den beiden Stimmen,„den Zwieſpalt mit Deinem Gatten
auf die Spitze zu treiben. Nur Klugheit führt uns
zum Ziel.“. „Etienne, was verlangſt Du von mir!“ rief die
weibliche Stimme pathetiſch aus.„Als ich zum erſten
Mal in Deinen Armen lag, habe ich geſchworen, ihm
nie mehr etwas Anderes zu ſein als ſeine Gattin dem
Namen nach. Ich werde dieſen Schwur halten.“ Der rothe Fränkel lachte auf, ſo laut und mark⸗ erſchütternd, daß ihn der Kellner beſtürzt anſchaute,


