Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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ſein eigen Bild unzähligemal zurückſtrahlten. Alle dieſe Herren Fränkel ſchienen ihm zuzunicken und zu lächeln: Allen Reſpekt vor Ihrer Klugheit, Herr Fränkel, Sie ſind ein ſehr gewiegter, ein ſehr vorſichtiger Mann, werth, angebetet zu werden, ſelbſt von der geiſtreichſten Frau. Jetzt bekommen Sie den lockern Vogel vielleicht wieder völlig in Ihre Gewalt; wer weiß, wer die Dame iſt, mit der er ſo geheimnißvoll ſpricht. Auch ſie iſt dann in Ihrer Gewalt. Fünfunddreißig Francs ſind viel Geld für den ſchmuzigen Kellner, aber ein Blick. in Nummer fünfzehn iſt's werth. Unſer Compliment vor Ihrem Geiſt, Herr Fränkel!

Und die Herren Fränkel in den Spiegeln bückten ſich alle vor Herrn Fränkel, wie dieſer ſich ſelber bückte, um an der niedern Hinterthür des Lokals nicht mit dem Kopf anzuſtoßen.

Ueber teppichbelegte, hellerleuchtete Treppen folgte der Pferdehändler dem Kellner. Hinter mehreren Thüren ſchallte fröhliches Gelächter. Der Kellner wechſelte mit einem ſeiner Genoſſen einige raſche Worte und trat dann in ein Gemach; Fränkel folgte.

Der Raum war nur von dem LALicht erleuchtet, welches durch die halboffene Thür vom Gang herein⸗ drang. Er ſchien nur durch eine dünne Tapetenwand

vom Nebengemach getrennt, denn Fränkel hörte deutlich 14*