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Der Kellner harrte ſeiner Befehle.
„Schade, daß es ſich nicht lohnt, für ſich allein ein Cabinet zu nehmen“, ſagte er, indem er einen ge⸗ ſtickten Zahnſtocher aus der Taſche holte und dabei wie aus Zufall ein Fünffrancsſtück in Gold fallen ließ. Der Kellner hob es auf und überreichte es. Fränkel erhob ablehnend die Hand, der Kellner ſteckte das Gold⸗ ſtück mit einer tiefen Verbeugung ein.
„Ich hätte Ihre Cabinets gern einmal geſehen; man hat öfter luſtige Gäſte, die man nicht gern zu Hauſe bewirthet.“
„Unſere Cabinets ſind im Moment alle beſetzt.“
„Begreiflich, ich ſah eben ſelbſt ein allerliebſtes Pärchen hereinſchlüpfen, hahaha!“
Der Kellner fühlte ſich durch die fünf Francs ver⸗ pflichtet, mit zu lächeln.
„Ja, ja, Nummer fünfzehn“, ſagte er.
Fränkel nahm ein Federmeſſerchen aus der Weſten⸗ taſche, um den Zahnſtocher zu ſpitzen, bei dieſer Ge⸗ legenheit kam ihm ein Zehnfranesſtück zwiſchen die Finger, das er wie achtlos auf das Tiſchtuch fallen ließ.
„Ich habe ſchon zu viel von der reizenden Ein⸗ richtung Ihres Hauſes gehört, als daß ich nicht neu⸗ gierig ſein ſollte, ſie zu ſehen. Könnte man nicht
zum Beiſpiel Nummer fünfzehn ſehen, in dem v. Schlägel, Nach uns die Sündflut. II. 14


