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„Das iſt wundervoll, Etienne, wie der Sergent de Ville und der rothe Junge jetzt an einander ſind— jetzt hat ihm der rothe Junge mit ſeinem Holzſchuh einen Tritt verſetzt— jetzt zieht der Sergent den Säbel, aber ſie ſind ſchon über ihn her und walken ihn tüchtig durch. Das iſt prächtig, Etienne— komm doch!“
In der That deutete das wilde Geſchrei, das von der Straße heraufdrang, an, daß die Scene ernſter zu werden drohte. Man konnte aus einzelnen Rufen: „A bas la police! Vive le peuple!“ entnehmen, daß die Menge gegen die Ordnungsſtifter Partei ergriffen hatte.
Nini's Aufregung hatte den höchſten Grad erreicht. Sie patſchte in die Hände, applaudirte den mit den Poliziſten kämpfenden Proletariern, als ſäße ſie im Theater, und wurde ganz zornig, daß Etienne nicht vortrat, um ſich das Schauſpiel mit anzuſehen. Noch⸗ mals wandte ſie ſich um. Die Geberde und der Blick, womit Stanowsky ſie hereinrief, waren ſo unzweideutig und drohend, daß Nini unwillkürlich gehorchte. Sta⸗ nowsky's Geſicht war finſter und kalt, ſeine Stimme voll ſchneidenden Hohns, als er ſagte:
„Es iſt für uns beide beſſer, Nini, wenn Du Dir
ſolche Dinge künftig von der Straße aus anſiehſt, die Du eigentlich nie hätteſt verlaſſen ſollen. Ich laſſe Dir


