Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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warm, daß ihr war, als dringe durch ſeine Worte die ewige Liebe des Weltenſchöpfers in ihr eigenes

Herz und walle beſeligend und den Tod überwindend

durch ihre Adern. Angeſichts der Werkzeuge, durch welche heute das Leben eines Menſchen in ſeiner Mitte jäh abgeſchnitten werden ſollte, trat das Geſpenſt von Tod und Vergeltung wieder erſchreckender als je vor ſie hin und eine unendliche Sehnſucht erfaßte ſie nach dem Freunde ihrer Seele, der allein dieſe Furcht für Augenblicke zu bannen vermochte.

Auch Alfred war ernſter als gewöhnlich. Er hatte vor Jahren ähnliche Händel zu Dutzenden mitgemacht, er hatte ſich ſelbſt einigemal geſchlagen; ſo blaſirt er aber auch jetzt die Sache anſehen mochte, ſo ſehr er ſich zu einem Lächeln zu zwingen ſuchte, der Ernſt, der widerwärtige Ernſt, den er ſo ſehr haßte, kehrte wieder auf ſein Geſicht zurück. Er hatte nicht erwar⸗ tet, daß noch etwas ihm im Leben imponiren würde, und jetzt that es die Gefahr, der mögliche Tod zweier Menſchen, die ihn nicht das Geringſte angingen. Alfred, der im Augenblick des Sterbens mit einer witzigen Bemerkung von ſeinen Freunden Abſchied zu nehmen hoffte, verlor den Humor, weil ſich ein ſentimentaler Landjunker und ein täppiſcher Brite einer Griſette wegen ſchlagen wollten.