Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Weg zu den verſchiedenen Bedienſteten des Hauſes, eine breite Marmortreppe führte zu den Geſellſchafts⸗ räumen.

Alles hier unten war zu dieſer Stunde todt und ernſt und kühl.

Auf einer der Thüren ſtand mit goldenen Lettern geſchrieben: Wohnung des Portiers.

Louiſon näherte ſich dieſer Thüre und pochte.

Nur ein ſehr vernehmliches Schnarchen antwor⸗ tete ihr.

Louiſon pochte noch einmal.

Das Kniſtern eines weichen Lehnſtuhls ließ ſich vernehmen, dann das Aechzen eines Erwachenden und endlich ſtand mit ſchlaftrunkenen Augen, aber ſervilem Lächeln der in weiße Strümpfe, Hellblau und Silber gekleidete Pförtner vor ihr.

Beim Anblick einer Dame wurde ſein von einer ſchwarzen Perrücke umrahmtes Angeſicht, weiß und glatt wie ein vierzigmal gewaſchener Glacéhandſchuh, noch glätter und auf den polirten Wangen erſchien ein leichtes Roſenroth.

„Womit kann ich dienen, verehrungswürdiges Fräulein?“

Ein unwillkürlicher Schauer ließ Louiſon einige

Schritte zurücktreten.

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