18 „Wenn Ihr das Alles glaubt, was Ihr da ſagt, Rey⸗
mond, ſo hat Jeanneton einen Mord an Euch be⸗
gangen.“
Reymond ſchaute ſinnend vor ſich nieder und ver⸗ gaß Louiſon's Gruß zu erwidern. Er ſtand noch, als ſich ſchon die Thür hinter ihr geſchloſſen, dann lachte er heiſer in ſich hinein und wandte ſich um.
Zwiſchen Jean Jaccard und Jules Bandeau hatte inzwiſchen folgende Unterhaltung ſtattgefunden:
„Ihr macht mir das Zeichen des Meiſters, Jules Bandeau, und die Geſetze des Bundes zwingen mich daher zu unbedingter Unterwerfung. Ihr begreift, daß Ihr ohne das nicht hättet wagen dürfen, über
meine Schwelle zu kommen.“
Jean Jaccard hatte mit leiſer, zornbebender Stimme geſprochen. Jules Bandeau blieb ruhig, faſt gleichgültig.
„Ich begreife“, ſagte er.„Der Teufel gibt einem einzigen Wort oft eine Tragweite, daß Entſchuldigung oder Reue ſich wie Hohn dagegen ausnimmt. Doch hätt' ich als Junge Euch nicht für einen angehenden Afterariſtokraten gehalten, von allen die ſchlimmſten, ich hätte Euch damals in Ruhe gelaſſen. Es hat mir eitdem oft zu ſchaffen gemacht, was daraus entſtanden. Doch gleichviel, Ihr braucht mich darum nicht weniger


