Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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Stirn, als wecke Louiſon eine Menge läſtiger Ge⸗ danken in ihm auf.

Laßt das, Louiſon! Ich habe die ſentimentalen Albernheiten abgethan ſie ſind eine Krankheit, die jeder einmal durchmachen muß. Macht's wie ich, Louiſon, lebt Euch ſo angenehm als möglich zu Tode, das iſt das Geſcheidteſte. Ich will Euch Compagnie halten, wenn Ihr wollt.

Louiſon zürnte nicht, ſie ſchüttelte nur ſtaunend über das, was ſie hörte, den Kopf.

Euer Geiſt befindet ſich in einer traurigen Ver⸗ irrung, Reymond!

Der Student lachte.

Geiſt Verirrung! Ihr ſprecht wie ein Mitglied des Inſtituts, Louiſon Jaccard. Das, was Ihr Geiſt nennt, iſt nur eine häßliche Warze des Gehirns, aber groß genug, um die Natur auf den Kopf zu ſtellen. Ich kannte einen ganz trockenen, nüchternen Kerl, wel⸗ cher, ſeit er im Quartier latin wohnte, nichts that als eſſen, trinken und, rittlings auf einem Rohrſtuhl des Cafés ſitzend, den Mädchen nachſtarren mit ſeinen ſtie⸗ ren, gläſernen Augen. Nie hörte ich von ihm eine andere geiſtvolle Bemerkung, als daß er ſich eine Por⸗ tion Fleiſch oder Getränke beſtellte, oder ſich nach der oder jener Frau erkundigte, die vorüberging. Es war