Teil eines Werkes 
2. Band (1872)
Entstehung
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ſamen jungen Leute. Dann nahm ſie ihr dürftiges Tuch um die Schultern und ſetzte ihr Hütchen auf.

Reymond, deſſen Bewegungen trotz ſeines lieder⸗ lichen Ausſehens nicht ohne Eleganz waren, ſprang hinzu, um ihr zu helfen.

Louiſon konnte ſich nicht enthalten, leiſe zu fragen:

Was will Jules Bandeau bei uns?

Reymond ſenkte ſchweigend das Haupt.

Wir haben Jeanneton geſehen! fuhr Louiſon nach einer Pauſe fort.

Ein flüchtiges Roth ſtieg in die abgelebten Wan⸗ gen des Studenten, er erhob die müden, halbgeſchloſſe⸗ nen Augenlider mit vaguer Neugier.

So? Sah ſie gut aus?

Sie hatte reiche Kleider und rothe Wangen und glänzende Augen, aber dennoch glaube ich, daß ſie ſehr elend iſt.

Reymond ſchüttelte den Kopf, als ob das eine ganz lächerliche Ungereimtheit ſei.

Bah! Wer täglich Auſtern eſſen und Bordeaux trinken kann, iſt nie elend.

Louiſon ſah faſt erſchreckt auf den Studenten.

Und das höre ich von Euch, Reymond, dem

Schwärmer, dem Dichter? Reymond fuhr ſich mit der zarten Hand über die