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7 derſelben ſcharfen, entſchiedenen Stimme:„Wähle!“ Es kam ihm auf einmal vor, als ſei dieſes ſchöne düſtere Weſen das Unglück ſeines Lebens.
Jean Jaccard hatte lange geſchwiegen, wie nie⸗ dergeſchmettert von den Worten der Schweſter, dann ſagte er leiſe und traurig:
„Du haſt nie einen Mann geliebt, Schweſter— Du haſt keine Ahnung von dem Gefühl, das mich an Nini Berton kettet. Ich liebe Dich, wie nur ein Bruder ſeine Schweſter lieben kann, aber ſtelle mir nicht dieſ Wahl— nicht dieſe Wahl.“
„Du entſcheideſt Dich ſonſt für Nini Berton!“ er⸗ gänzte Louiſon ruhig.„Mag es ſo ſein, ich kann meinen Entſchluß nicht ändern.“
Jean Jaccard ſchwieg.
„Ihr Bruder leidet!“ ſagte Mondélion.
„Ich leide nicht weniger“, entgegnete Louiſon,„aber höher als Alles ſteht mir die Achtung vor mir ſelber. Wollte ich länger ſchweigend der Entwürdigung meines Bruders zuſehen, ſo wäre ich nicht mehr werth als Nini.“
Der Wagen hielt. Sie waren vor dem nun ge⸗ ſchloſſenen Laden des Pore Androlet angelangt.
Mondélion half Louiſon beim Ausſteigen. Seine Verbeugung war gemeſſen und ernſt und er drückte die ſchmale Hand nicht, welche ſich auf die ſeine ſtützte.


