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hatte ſie ſich die ungerechten Vorwürfe ihres Sohnes mehr zu Herzen genommen als die Lehren unſerer heiligen Religion und den Tod geſucht.“
Graf Agenoux ſchwieg. Sein Geſicht war erd⸗ fahl und ſeine Unterlippe bebte.
Auch die Geſellſchaft ſchwieg. Der Prieſter ſchaute ſinnend vor ſich nieder und Jeanneton rückte ihren Stuhl etwas abſeits von dem des Grafen.
Da ertönte die helle Stimme Entretout's.
„Und Sie, Graf Agenoux, haben ſich Ihrer Ge⸗ wohnheit nach, im Verborgenen Gutes zu thun, ohne Zweifel der armen Waiſen angenommen.“
Graf Agenoux zitterte ein wenig ſtärker.
„Ich? Nein, in der That nicht; ich hätte es gern gethan, aber die Sache hatte ein ſo ärgerliches Auf⸗ ſehen gemacht, daß ich es nicht wagen konnte, mich weiter darauf einzulaſſen. Die Welt glaubt nicht mehr an wahre Chriſtenliebe.“
Jeanneton ſtand brüsk auf.
„Wohin, mein Kind?“ fragte der Graf.
„Nach Hauſe, ich fühle mich unwohl.“
Der Graf ſuchte ihre Hand zu faſſen.
„Vergiß nicht, Deine Gedanken zu Gott zu erheben, bevor Du Dich zur Ruhe legſt. Abbé, ich bitte für dies Kind um Ihren Segen.“


