Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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ihre faſt ganz in dem Atheismus der Zeit unterge⸗ gangene Seele wieder auf den Weg zu Gott. Getreu der Lehre unſeres Herrn, daß die linke Hand nicht wiſſen ſolle, was die rechte thut, gebot ich Frau Jac⸗ card gegen Jedermann von meiner Unterſtützung zu ſchweigen, und ſie verſprach es. Eines Tages kam ſie ſehr beſtürzt zu mir, erzählte, daß ihr Sohn von ihrer Verbindung mit mir wiſſen und dieſelbe falſch beur⸗ theilen müſſe, denn er habe ſie mit ſeltſamen Reden und Zumuthungen ſehr geängſtigt. Ich rieth ihr Ver⸗ trauen zu Gott zu haben und ihren Sohn zum Gebet und zu Werken der Buße aufzufordern, ſtatt gegen ſeine Mutter ſtrafbaren Argwohn zu hegen, und ſie verließ mich.

Der Graf ſtockte. Das feine Lächeln war voll⸗ ſtändig verſchwunden und die Hand, welche ſich auf die Lehne des Fauteuils ſtützte, zitterte in ihrer zer⸗ knitterten Manſchette.

Frau Jaccard kam nicht mehr. Nachts vier Uhr weckte mich der Portier und ſagte mir, daß Kinder nach einer Frau fragten. Er hatte wahrſcheinlich den Namen falſch gehört und ſagte mir einen, der mir ganz unbekannt war. Ich ſagte, ich kenne dieſe Frau nicht. Am andern Tag hörte ich, daß Frau Jaccard ertrun⸗ ken aus der Seine gezogen worden ſei. Wahrſcheinlich