Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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An ſeinem Arm hing eine hübſche Brünette von kaum zwanzig Jahren, welche mit ausgeſuchtem Ge⸗ ſchmack, aber faſt nonnenhaft einfach gekleidet war, ein Anzug, zu welchem ihre kecken braunen Augen und der faſt immer lächelnde Mund ſehr wenig paßten.

Auch jetzt hatte ſie mit einem Blick den Salon überſchaut, ihr lebhaftes Geſicht leuchtete vor Freude und mit dem Rufe:Nini! Nini! ließ ſie den Arm des Grafen los und eilte auf die kleine Blon dine zu.

Nini Berton war ſelten von einem Ereigniß über⸗ raſcht, ſie nahm die Dinge, wie ſie kamen, und ſann ſehr ſelten der Sonderbarkeit derſelben nach. Als ſie ſich jedoch bei Namen rufen hörte und die Freundin aus dem Quartier latin erblickte, konnte ſie ſich nicht enthalten, Mündchen und Augen ſo weit zu öffnen, daß ſie rund erſchienen. Dann ſchloß ſich der Mund wie⸗ der und rief halblaut im Tone des höchſten Erſtaunens:

Jeanneton Reymond!

Lächelnd und erröthend beugte ſich Jeanneton zu dem Ohre der Freundin.

Jeanneton Reymond iſt geweſen! Seit ich mit meinem Grafen die Kirchen beſuche und alle Tage drei Meſſen anhöre und alle Wallfahrten mitmache, heiße ich Jeanne Duterey oder die fromme Jeanne ich konnte die Miſéère nicht ertragen und wenn ich