Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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daß ſie lange über Jean Jaccard und ſeinen Gemüths⸗ zuſtand hätte nachdenken können.

Warum bliebſt Du ſo weit zurück, Louiſon? 8 fragte Jean Jaccard, dem es Bedürfniß ſchien, ſich an dem ruhigen, warmen Blick der Schweſter zu erho⸗ len von der Gleichgültigkeit der Geliebten.

Ich betrachtete mir da unten auf dem See die zwei Schwäne und dachte darüber nach, wie es doch in der übrigen Natur ganz anders ſei als bei uns Menſchen. Die beiden edlen Thiere waren auf den erſten Blick zu unterſcheiden von dem Schwarm der Enten und Gänſe rings herum, und hätte man den andern tauſend falſche bunte Federn angelegt, die Schwäne waren doch die Königinnen des Sees. Hier oben aber mit demſelben glatten Geſicht, in der⸗ ſelben Geſtalt begegnet uns Hoheit und Gemeines, und jeder geputzte Laffe glaubt uns mit unverſchämten Blicken begaffen zu dürfen, wenn wir nicht wie die Andern in theure Stoffe gekleidet ſind und uns unſerer eigenen jungen Beine bedienen, um vorwärts zu kom⸗

K

men. 6 Ein Zug verächtlicher Bitterkeit machte das Ge⸗ ſicht des jungen Mädchens um Jahre älter.

Jean Jaccard warf einen Blick auf das Antlitz Nini's; die Heiterkeit, mit der ſich die Geliebte das