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bunte Leben ringsum anſah, ſtrahlte auch auf ſein Ge⸗ ſicht zurück und mit freundlichem Spott wendete er ſich wieder zur Schweſter.
„Es iſt allerdings empörend, daß nicht Jeder auf den erſten Blick gleich Louiſon Jaccard erkennt, ge⸗ nannt die Perle des lateiniſchen Viertels.“
Louiſon wurde noch ernſter.
„Laß das, Jean“, ſagte ſie.„Du weißt, daß ich auf die Ueberſpanntheiten Deiner Freunde nicht allzu⸗ viel gebe, obſchon ſie mir immerhin lieber ſind als dieſe höhniſche Verachtung alles ſcheinbar niedriger Stehen⸗ den, der ich hier auf allen Geſichtern begegne.“
„Sieh dort die elegante Dame im Domowagen! Und die reizende Toilette! Das iſt Jeanette, Rey⸗ mond's kleine Frau! Sie iſt reizend!“
Die Blicke der Geſchwiſter folgten der ausgeſtreck⸗ ten Hand Nini's und ſahen allerdings eine pompöſe Roſaſeidenrobe in dem von einem reitenden Poſtillon geführten Wagen dahinfliegen. Auf der Seidenrobe wiegte ſich ein blühendes Köpfchen unter einem Hut von Brüſſeler Spitzen.
„Nicht wahr, Janneton iſt reizend? Ein ſolcher Wagen koſtet für heute mindeſtens zweihundert Franes!“
gab Nini Berton aufs neue ihrem Entzücken Aus⸗ druck.


