Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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bedarf. Bis dahin habt Ihr blos die Pflicht, vernünf⸗ tig zu werden, ſoweit Euch das möglich iſt.“

Jean Jaccard hatte entſchieden, faſt hart geſpro⸗ chen. Paul Mervin hatte ihn angehört, wie man den Worten eines Vorgeſetzten lauſcht.

Jean Jaccard ging über den Hof und ſtieg die Treppe zu ſeiner Manſarde empor⸗

Der Mond, der groß und dunſtig über den Kami⸗ nen auf dem gegenüberliegenden Dache ſtand, warf ſein Licht bleich und geſpenſtiſch in die niedere Kammer.

Als Jean Jaccard eintrat, regte ſich etwas auf dem Sopha, daß er befremdet einen Schritt zurücktrat und Licht machte.

„Ich bin krank und möchte nicht allein ſterben, Jean“

Es war eine hohle, klangloſe Stimme, die Jean

Jaccard kaum mehr erkannte.

Auch die Geſtalt, welche, angethan mit ärmlichen Fetzen, vor ihm ſtand und ihn mit dem zum Todten⸗ kopf abgemagerten Geſicht anſchaute, war ihm fremd. Aber ein paar große blaue Augen blickten ihn ängſtlich und doch wieder mit dem Trotze eines Kindes, das Strafe erwartet, an. Jean kannte dieſe Augen und trat erſchrocken zurück.

„Nini!“

„Ich werde wohl nicht mehr lange leben Jean“,