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fuhr Nini in ihrer trotzig bittenden Weiſe fort,„aber es iſt hart, ſo allein zu ſterben. Da dachte ich an Dich— Du warſt beſſer als ſie alle. Wo iſt Louiſon? Sie wird mich wohl fortſchicken!“
Jean Jaccard ging auf ſeine ehemalige Geliebte zu und gab ihr die Hand.
„Louiſon iſt fort, verheirathet. Du haſt Recht, daß Du gekommen biſt, Nini, das Zimmer, das Du einſt mit Louiſon getheilt haſt, iſt das Deine. Du ſollſt von nun an meine Schweſter ſein.“
Wie von einem unwillkürlichen Drange hingeriſſen, führte Nini die Hand an ihre blutleeren Lippen.
„Ich hatte immer das Gefühl, daß Du mich auf⸗ nehmen würdeſt, wann und wie ich auch käme. Lange aber ſträubte ſich Alles in mir dagegen und doch machte jenes Gefühl, daß ich nie ganz verzweifelte. Ich war wohl recht undankbar gegen Dich, aber ich bin beſtraft worden. Ich werde Dir nicht mehr lange zur Laſt fallen.“
Sie ergriff das Licht, das Jean ihr reichte, und ging ins Nebenzimmer. Jean Jaccard blieb im Dunklen. Der Mond, der endlich ſeine Dunſtmaſſe durchbrach, beleuchtete die auf der Bank ausgeſtreckte Geſtalt des jungen Mannes, welche manchmal wie von unterdrücktem Schluchzen zuſammenzuckte.


