Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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melodiſchen Geläute einer jungen Liebe paßte— die Por⸗ tierglocke.

Vingris ſah das Licht von Wagenlaternen am Thorweg ſchimmern, hörte die Pferde ſtampfen und vernahm das Poltern des Mondélion'ſchen Kutſchers, welcher ſich in den unehrerbietigſten Ausdrücken ſeiner Verwunderung überließ, mit dem Schwager ſeines Herrn ſo lange vor dem verſchloſſenen Thore halten zu müſſen.

Vingris warf den langen Livreerock über, eilte hin⸗ aus und öffnete. Ein beißender Hieb der Peitſche traf ziſchend zwiſchen die beiden Schulterblätter des Portiers, genau dahin, wo vorhin die Glocke gehangen hatte, und der Wagen rollte von dannen. Der Kutſcher ſchlug noch immer wie wüthend auf die ſich bäumen⸗ den Pferde.

Der Wagen hatte bald die noch ſehr belebten Boulevards durchſchnitten, die Seine paſſirt und hielt vor dem Hauſe Pore Androlet's.

Jean Jaccard ſtieg aus und der Wagen wendete langſam um.

Als Jean Jaccard in den dunklen Flur trat, ſtrauchelte er über eine menſchliche Geſtalt. Ein dum⸗ pfes Röcheln drang zu ihm herauf. Er dachte an die Verzweiflung des verliebten Krämers und der Gedanke an einen Selbſtmord ſchoß ihm jäh durchs Gehirn.