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ſonderbaren Tracht zu gefallen, und Vingris ſah ſich ſelber, wie er als Oberſenn auf der Braunalm herum⸗ ſpazierte, und um ſeine eigenen Ohren läutete es me⸗ lodiſch, daß er immer verſucht war, mit dem Kopf die lieblichen Tonſchwingungen nachzuahmen. Endlich drehte er ſich um und ſah, daß er einen langen mächtigen Zopf trug und daran die größte Kuhglocke von der ganzen Heerde. Und ein ſilberhelles Glöcklein an je⸗ dem Zopfende, hüpfte ihm drall und rothwangig die Melkdirne entgegen und lachte und erzählte ihm, daß ſie eigentlich gar nicht an den Blattern verſtorben ſei, wie ſie ſich geſtellt habe, ſondern ſich auss Kummer in die ſchönſte Kuh der Braunalm verwandelt habe, bis der Oberſenn todt war und ihren Winkelried die Sehn⸗ ſucht nach ihr wieder heimgeführt habe. Jetzt aber ſolle ſie nichts mehr trennen und ſie wollten nun nach Herzensluſt mit ihren Glocken läutend mit einander durchs Leben gehen und ſich nicht mehr verlaſſen. Und ſie fielen einander in die Arme und küßten ſich und die Glocke und die Glöcklein an ihren Zöpfen klingelten ganz närriſch vor Vergnügen.
Da fuhr Vingris auf. Es war recht ſchade; eben hatte er den Mund geſpitzt, um den erſten Kuß auf der Melkdirne ſtrotzende Lippen zu drücken, da war eine andere Glocke gezogen worden, die gar nicht zu dem


