Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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ſchwarzen Frack und ſeine Roſette der Chrenlegion war vielleicht die kleinſte in Paris, ein wahres Meiſterſtück der Poſamentierkunſt.

Jean Jaccard trat befangen einen Schritt zurück, als Louiſon in ihrem langen Brautkleid von weißem Atlas, ein Diadem von Myrten in den ſchwarzen wallenden Locken, auf ihn zuſchritt.

Daß ſeine Schweſter ſo ſchön war, hatte er nie gewußt. Es war eine ernſte, achtunggebietende Schön⸗ heit, jeder Zug und jede Geberde edel und keuſch, eine jener Erſcheinungen, deren Anblick eine unendliche ruhige Wonne ausſtrahlt und dennoch keinen Gedanken an perſönlichen Beſitz ſelbſt in dem eitelſten Herzen auf⸗ kommen läßt.

Mit ſonderbarem, feuchtem Blick, als ſei alles das, was ſie erfahren in den letzten Tagen, das Ge⸗ bilde eines wirren Traums geweſen, reichte Louiſon dem Bruder die Hand und hielt ſie feſt mit einer Art Angſt, als ſei er das einzige Weſen, durch das ſie noch in Berührung lebe mit einer Welt, die ihr bekannt und vertraut war, während ſie ſich in ihrer neuen Umgebung haltlos verliere.

Und dennoch war jede ihrer Bewegungen voll Adel und von einer Ungezwungenheit, als habe ſie den zierlichen, mit weißem Atlas bekleideten Fuß nie