Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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ſtreckte die Hand aus.„Die Treue, mit der Du an Deinen Ueberzeugungen feſthältſt, iſt mir eine ſichere Gewähr, daß ich dasjenige, was mir am theuerſten iſt, in ſicherer Hut zurücklaſſe. Alſo ſprich, willſt Du mein Weib und meine Mutter beſchützen, während ich im Felde bin?“

„Ich will es!“ ſagte der Student feierlich und er⸗ griff die dargebotene Hand.

Die Flügelthür des Empfangsſalons, vor dem der letzte Theil des Geſprächs ſtattgefunden, öffnete ſich und die anweſende Geſellſchaft und Louiſon, deren Blicke die Thür kaum verlaſſen hatten, ſeit Mondélion ihrem Bruder entgegengeeilt war, ſahen die beiden Männer— jeder bedeutend und anziehend in ſeiner Art— mit ver⸗ ſchlungenen Händen vor derſelben ſtehen.

Alle Rückſichten der Etikette beiſeite ſetzend,

eeilte Louiſon den Beiden entgegen und mit ausgebrei⸗

teten Armen auf den Bruder zu.

Graf Gakretout, der vielleicht am meiſten von den Anweſenden Verſtändniß hatte für die Scene, trat eben⸗ falls näher. Er war ſehr bleich, aber ſein Geſicht hatte das feine Lächeln nicht verloren. Er hatte das Com⸗ mando eines Lanciersregiments erhalten, ließ ſich aber nicht bewegen, die weiße goldgeſtickte Uniform auch nur

einen Tag vor dem Ausmarſch anzuziehen. Er war im