Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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Ich will es nicht leugnen, Mutter, ich litt; noch nie im Leben hatte ſich ein Wunſch ſo ſehr mit mei⸗ nem ganzen Sein verkörpert. Ich fürchte ſogar, es iſt auch ein wenig Egoismus dabei, wenn ich in dieſen Krieg ziehe; ich muß um jeden Preis jenem Zuſtande machtloſen Sehnens entfliehen, der mich entnervt und aufreibt, ich muß mir ſelber zu entfliehen ſuchen.

Mit dem Ausdruck der innigſten Liebe hafteten die ſonſt ſo ſtrengen Blicke der Matrone auf dem zuckenden Antlitz ihres Kindes.

Ich möchte Dir helfen, Kind, um jeden Preis. Das Alles dauert zu lange für eine Laune. Solche Tage der allgemeinen Erhebung, des vollen Jubels eines großen Volkes lehren uns, daß Manches eitel iſt, an dem wir bisher gehalten. Ich möchte Dir helfen, René.

René führte die Hand ſeiner Mutter an die Lippen.

Mir iſt nicht zu helfen, Mutter. Einen Augen⸗ blick wollte ich die Makelloſigkeit eines ganzen Lebens, Grundſätze, mit denen ich zu ſterben gedachte, opfern um das, was Glück heißt. Es iſt vorüber; die große Zeit, die angebrochen iſt, hat mich vor mir ſelber gerettet. 98 3

René Mondélion verſuchte zu lächeln. Er ver⸗ mochte es nicht.

Die feſt zuſammengepreßten Lippen der Matrone 2*¾*