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ſelte, das Geſchöpf der Niedrigkeit werde mit Jubel die Hand ergreifen, welche der reiche Edelmann ihr entgegenſtreckte, um ſie aus dem Schmuz des Lebens empor an ſeine Seite zu heben. Und ſiehe da, die ſtolze Tochter der Armuth ſtieß dieſe Hand zurück. Wie mußte die ſtolze adlige Matrone ſtaunen, wenn ſie dies vernahm!
Aber ſie vernahm es nicht. René Mondélion hatte einen Theil von der unbeugſamen Sinnesart ſeiner Mutter geerbt. Seine Mutter hatte ihm durch ihren freundlichen, aber gemeſſenen Brief angedeutet, daß ſie ſich künftig wie Fremde gegenüberſtehen wollten in allen, ſelbſt den theuerſten Angelegenheiten, ſeine Mutter wollte ſich das Recht vorbehalten, die Frau ihres Soh⸗ nes zu empfangen oder durch einen Diener über die Treppen ihres Schloſſes becomplimentiren zu laſſen, wie eine Fremde, ſeine Mutter ſagte ſich los von Allem, was über ihres Sohnes engſte Perſönlichkeit hinaus⸗ ging, dabei ſollte es bleiben. Es hätte wie das Ein⸗ geſtehen eines Unrechts klingen müſſen, wie der flehende Ruf eines unmündigen Kindes nach den Lieb⸗ koſungen ſeiner Erzeugerin, wenn er ſeiner Mutter mitgetheilt, daß die Manſardenbewohnerin vom andern Ufer der Seine die Verbindung mit einer der älteſten Familien Frankreichs zurückgewieſen. Allerdings lag in


