Hand anzubieten. Die alte Dame hatte einige unent⸗ behrliche Kleidungsſtücke eingepackt und war mit ihrer Kammerfrau nach dem Bahnhofe gefahren. Ihrem Sohn ließ ſie einige Zeilen zurück, worin ſie ihm ihre Abreiſe nach einem ihrer Güter ohne weitere Bemer⸗ kung meldete und ihn bat, ihre Koffer packen und be⸗ förderlichſt nachſenden zu laſſen. Der Umſtand, daß die Baronin ihren Sohn um die Nachſendung einiger Möbel bat, die ihr beſonders bequem waren, ließ da⸗ rauf ſchließen, daß ſie ſehr lange, vielleicht für immer dem Hotel Mondélion fern zu bleiben gedachte. Der Brief war in ernſt⸗freundlichem Tone geſchrieben und erwähnte mit keinem Worte die Angelegenheit, welche ſich plötzlich zwiſchen Mutter und Sohn geſtellt. Aber René Mondélion las zwiſchen den Zeilen— ſeine Mutter wollte keinen Theil haben an einer Werbung, welche ihre Grundſätze zurückwieſen, ſie liebte ihren Sohn trotz alledem zu ſehr, um der Gattin ſeiner ſonderbaren Wahl die Thür zu verſchließen, und empfangen konnte ſie dieſelbe nicht, wenigſtens vorerſt nicht. Deshalb war ſie gegangen.
René hatte damals mit bitterem Lächeln auf den Brief geblickt, deſſen ſtumme Sprache er ſo gut ver⸗ ſtand. Seine Mutter war gegangen, plötzlich, ohne ihrem Sohne die Hand zu reichen, weil ſie nicht zwei⸗


