Teil eines Werkes 
4. Band (1872)
Entstehung
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gern Geiſt allmälig zum Wanken gebracht hätte, alterirte natürlich in einem hohen Grade wieder ſeine ge⸗ wöhnliche Denk- und Handlungsweiſe. Er ertappte ſich gewiſſenhaft auf dieſen Unregelmäßigkeiten und folgerte daraus einen neuen Beweis für ſeinen be⸗ jammernswerthen Zuſtand. So war aus dem ent⸗ ſchiedenen, pflichtgetreuen Vingris allmälig ein men⸗ ſchenſcheuer Träumer geworden, der ſich immer ängſt⸗ licher in das Innere ſeiner Loge zurückzog und der Stunde entgegengrübelte, wo die ſchreckliche geheim⸗ nißvolle Gefahr und damit zugleich die Offenbarung ſeines traurigen geiſtigen Zuſtandes über ihn herein⸗ brechen werde.

Der Herr des Hauſes hatte keinen Blick für das von Tag zu Tag verſtörtere Ausſehen ſeines Portiers. Die übrige Dienerſchaft verwunderte ſich anfangs über 3 1 das ſeltſame Benehmen des Thürhüters, da derſelbe aber ſeinen Obliegenheiten gewiſſenhaft nachkam, ſo war kein Grund vorhanden, ſich über ihn zu beklagen, und zu vertraulichen Mittheilungen war das Geſicht des Barons ſeit der plötzlichen Abreiſe ſeiner Mutter nach dem Süden durchaus nicht einladend.

In der That hatte die alte Baronin ihren Sohn nicht wiedergeſehen ſeit der Stunde, da er ſie verließ, um dem Mädchen aus dem lateiniſchen Viertel ſeine