„Was gibt's?“
„Herr Baron, verzeihen Sie, aber ich ſelber werde nicht mehr klug. Sie wiſſen— Sie haben, wie es mir vorkommt, mich ſelber geholt damals— es war eine ganz ſchreckliche Geſchichte, und doch weiß ich nicht recht, ob ſie wahr iſt, Herr Baron! Sagen Sie mir aufrichtig, warum bin ich eingeſperrt geweſen?“
Der Baron erblickte in dem Benehmen Vingris' eine Wiederkehr jener Albernheiten, deren Opfer er ge⸗ worden war, und rief ärgerlich:
„Weil Du ein Narr biſt!“
„Weil Du ein Narr biſt!“ Wie ein Donnerſchlag fielen dieſe Worte dem unglücklichen Vingris aufs Haupt. Der Baron hatte es ſelbſt geſagt, er konnte nicht mehr daran zweifeln. Vingris ſchlich ſich in ſeine Loge zurück, warf ſeine ganze ungeſchlachte Geſtalt der Länge nach aufs Bett und weinte herzbrechend um den eigenen Verſtand.
Nach und nach, als Vingris ſich mehr und mehr erholte von den Folgen ſeiner Leiden, legten ſich dieſe Paroxysmen einer krankhaften Phantaſie, aber ganz verſchwanden die Zweifel nicht, die er über ſei⸗ nen Geiſteszuſtand hatte. Er controlirte ſein eigenes
3 Denken und Handeln mit peinlichſter Genauigkeit, aber dieſe doppelte geiſtige Thätigkeit, welche einen kräfti⸗


