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Grafen nicht entgehen konnte. Er mißdeutete ſie und fügte bei:
„Es verſteht ſich von ſelbſt, daß Sie eine Genug⸗ thuung erhalten und daß Sie von der Gehäſſigkeit Niederhuber’s befreit werden. Der Stallmeiſter erhält einen Verweis und wird in die Reſidenz zurückeomman⸗ dirt. Die Chicane kommt unter meinem Regiment nicht zur Geltung, darauf verlaſſen Sie ſich, Hans!“
Der Graf ſchwieg und blickte immer erſtaunter auf den jungen Mann, deſſen bleiches Antlitz wie in tiefſter Verzweiflung zuckte. Theilnehmend ergriff er ſeine Hand.
„Wer wird bei Ihrer Jugend ſo unverſöhnlich ſein! Sie ſollen Ihr Recht haben, Hans, und Niemand ſoll Sie wieder quälen, ſoweit ich es verhindern kann.“
Das Zucken in Johann's Zügen wurde heftiger, Thränen entſtürzten ſeinen Augen und ſchluchzend ver⸗ grub er ſein Geſicht in die verblaßten Polſter des
Sophas.
„Mein Gott, Hans! Was fehlt Ihnen? Was iſt Ihnen geſchehen? Reden Sie doch! Warum ſind Sie ſo verzweifelt?“
Johann Helmberg erhob ſein bleiches thränen⸗ naſſes Antlitz zu dem Grafen und mit ſchmerzver⸗
zogenen, zitternden Lippen ſprach er leiſe, aber in


