Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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einem Tone, daß es Ulrich's ganzes Herz durch⸗

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ſchauerte:

„Weil ich keinen ehrlichen Namen habe!“

Der Graf ſchaute lange auf den verſtörten Jüng⸗ ling, er hatte zu weinen verlernt ſeit wenigen Stun⸗ den, aber ſein Geſicht überſtrahlte der Schimmer eines hohen Entſchluſſes.

„Den Namen kann ich Dir nicht wiedergeben, Hans, aber als treuer Bruder will ich Dir zur Seite ſtehen bis in den Tod!“

Er legte den Arm um den Nacken des Bruders und küßte ihn.

Schüchtern, mit freudiger Ueberraſchung erwiderte Hans den Kuß des Bruders. Ihm war, als ſei er gereinigt und geadelt und jede Schmach nun von ihm

genommen.

Ulrich drückte den Bruder ſanft von ſich und ſagte:

„Geh hinunter, Hans, und laß uns zwei Pferde ſatteln, mir den Fuchs und Dir den kleinen Tra⸗ kehner Rappen. Wir wollen zuſammen in die Stadt reiten. Die Bewegung wird uns beiden gut thun, und— und— ich möchte unſere Mutter ſehen!“

Hans ſah ihn mit feuchten Augen an und ging. Eine Viertelſtunde darauf ſprengten die Brüder