Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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ohne daß er ſich ſelbſt noch Rechenſchaft zu geben wagte, warum. Es war wohl der Gedanke an die ſcheinbar unüberſteigliche Kluft zwiſchen der einzigen Erbin von Gütern, welche an Ausdehnung manches Fürſtenthum übertrafen, und ſeiner eigenen befleckten Herkunft. Dieſe ſelbſt hatte ihm bis jetzt verhältniß⸗ mäßig geringe Sorge gemacht, wenn er nicht gerade in das abgehärmte Antlitz ſeiner Mutter ſchaute, von ſeinem hämiſchen Vorgeſetzten gequält oder ſonſt durch eine äußere Veranlaſſung an die dunkle Geſchichte ſeiner Abſtammung erinnert wurde; bot doch ſein Be⸗ ruf für ein Jünglingsgemüth ſo viel des Anziehenden 6 und Romantiſchen.

Nun aber fiel es ihm wie kalte Schauer aufs Herz, daß Eva ſich ſchämen würde, wenn ſie erführe, wem ſie geholfen; dieſer Gedanke machte ihn ſtumpf gegen die Freuden ſeines Berufs und gleichgültig gegen ſeine vierfüßigen Lieblinge und ließ ihn mit einem leeren Blick und ohne Zucken in ſeinem bleichen jugendlichen Geſichte die ſchadenfrohe ſchwülſtige An⸗ klage des Stallmeiſters anhören.

Ohne Widerrede war er in Arreſt gegangen, ohne Staunen ließ er ſich daraus befreien, um zu ſeinem Freund und Bruder geſandt zu werden; der konnte ja auch den Makel ſeiner Geburt nicht