Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Hatte Baptiſt mit dem Inſtinkte eines gewandten Dieners ſofort herausgefühlt, daß etwas Beſonderes mit Fräulein Meta vorgegangen ſei, ſo konnte ihn, da er die Beziehungen ſeines Herrn zur Familie Tegern⸗ heim nicht kannte, deſſen Benehmen beim Empfang der Verlobungsanzeige, welche Baptiſt natürlich bereits geleſen, nur höchlich überraſchen.

Endlich wandte der Graf ſich um. Sein Geſicht trug einen Ausdruck, wie Baptiſt noch keinen darauf beobachtet zu haben glaubte, und ſein Gang war lang⸗ ſam und ſchleppend, wie der eines todmüden Mannes. Der Graf ſetzte ſich, griff mechaniſch nach dem roſen⸗ farbenen Billet und erbrach es. Die Handſchrift be⸗ wies die Eile, in welcher der Brief geſchrieben worden war, und auch einige orthographiſche Fehler hatten ſich eingeſchlichen, welche ſonſt mit großer Sorgfalt ver⸗ mieden worden waren.

Ulrich las:

„Mein großmüthiger Freund!

Es thut mir aufrichtig leid, nicht mehr perſön⸗ lich von Ihnen Abſchied nehmen zu können; allein mein Mann— ich hatte vergeſſen, Ihnen zu ſagen, daß ich verheirathet war und nach der Trennung von mei⸗ nem Mann meinen Mädchennamen wieder angenom⸗ men hatte— mein Mann— auch ein Künſtler— iſt