Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Im Fluge ging es zwiſchen Tondern und Helm⸗ berg hindurch. Tondern zog elegant den Hut und blieb achtungsvoll ſtehen.

Gräfin Erneſtine dankte mit einem leichten Kopf⸗ neigen, der mißvergnügte Zug um die Mundwinkel wurde ſchärfer; ſie glaubte das feine Lächeln verſtan⸗ den zu haben, mit welchem Tondern das jugendliche Treiben beobachtet hatte; ſie fühlte ſich gedemüthigt und überblickt, und faſt befehlend legte ſie die Hand auf den Arm ihrer jüngeren Gefährtin.

„Es iſt jetzt genug des Uebermuthes, Eva! Wir ſind nicht mehr zwölf Jahre alt und befinden uns nicht auf Euern Gütern in Böhmen, ſondern im Schloßgarten zu Fels.“

Die Verantwortlichkeit für die Glieder der ihr Anvertrauten hatte Eva indeß Zeit genug gelaſſen, um ſich Herrn Johann Helmberg ſehr genau zu betrachten, welcher die größte Mühe hatte, ſein erſchrecktes Thier zu beruhigen, das ihn immer näher an den Rand des Waſſers brachte. Auch er wäre wohl früher wieder vollſtändig Herr ſeines Pferdes geworden, wenn er nicht mit weit offenen Augen noch immer in die Staub: wolke geſtarrt hätte, die das fortſauſende Viergeſpann zwiſchen ihm und dem Freiherrn von Tondern zurück⸗ gelaſſen hatte.