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Flügel hoben: in vollſter Carrière kamen die vier zot⸗ tigen Ponies angebrauſt; zwei Damen ſaßen in dem kleinen Wagen, von denen Johann Helmberg nur die eine kannte— es war die gefeiertſte Dame des Hofes, Gräfin Erneſtine von Tegernheim. Ihr zur Seite, kaum bis an die ſchmalen, ſchön abfallenden Schultern der Gräfin reichend, ſaß, die Zügel der vier Pferdchen feſt und ſicher in der Linken, die lange ungariſche Peitſche mit rother Schnur in der Rechten, ein kleines, wunderliebliches Geſchöpf von kaum ſechzehn Jahren. Das feine, ovale Geſichtchen war lebhaft gefärbt, die braunen Augen blitzten vor Mun⸗ terkeit, und dann und wann kam ein die Pferde an⸗ feuernder Zuruf hell und übermüthig zwiſchen den rothen Lippen und den ſchimmernden Zähnchen hervor. Bei jedem ſolchen Ruf reckte der kleine Jockey, der auf dem Hinterſitz mit gekreuzten Armen ſaß, den dünnen Hals in die Höhe, die Ponies legten die Ohren zurück und rannten noch unſinniger, und Gräfin Erneſtinens Mundwinkel zogen ſich ein wenig tiefer herab, als ſei das laute übermüthige Treiben, von dem ſie körperlich mit fortgeriſſen wurde, etwas ihrer ernſten, gemeſſenen Gemüthsart nicht ganz Zuſagendes, als ſei ſie jedoch
zu apathiſch, um ſelbſt der tollen Fahrt ein Ende zu machen.*


