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Eva hatte faſt erſchreckt emporgeſchaut, als ſie die Hand Erneſtinens auf ihrem Arm gefühlt und ihre ſtrengen Worte vernommen. Ihr Geſichtsausdruck war plötzlich ein ganz anderer, faſt trauriger; raſch zügelte ſie ihre Pferde zu einem mäßigen Trab und ſagte dann:
„Ja, Du haſt Recht, Erneſtine, vier Jahre iſt eine lange Zeit— man kann recht alt werden in⸗ deſſen.“
Gräfin Erneſtine ſchwieg und ſchaute kalt und trübe zu der Straße nieder, auf der die Ponies nun langſam dahintrabten. Es ſchien auch ihr, als könne man in vier Jahren ſehr alt werden.
Als die Staubwolke ſich verzogen hatte, die Jo⸗ hann Helmberg von dem Freiherrn Angelo von Ton⸗ don trennte, war der letztere verſchwunden. Er war auf demſelben Wege zurückgekehrt, nachdem er Erne⸗ ſtinen, der ſein Beſuch hatte gelten ſollen, begegnet war. Dem Grafen Tegernheim Gelegenheit zu einer geiſtreichen Stilübung zu geben, hatte er keine Luſt, und die Gräfin war ihm unheimlich; ihm war, wenn ſie die kalten grauen Augen auf ihn richtete, als durchſchaue ſie ihn bis in die Tiefen ſeiner Seele.
Wie hülfeſuchend wandte er ſich dann oft von ihren harten, ſteinernen Zügen zu dem belebten Mie⸗


