das nicht. So unentbehrlich er dem Hofe war, ſo unentbehrlich war ihm ſelbſt ſein Hof: ſeine Familie. Er war ſehr klug und manchmal ſogar geiſtreich,
er brauchte Menſchen, die ihm zuhörten und ihn be⸗ 3
wunderten, und ein pflichtgeduldiges, ſtets bereites
Auditorium fand er bei der Sterilität der Hofkreiſe
blos in ſeiner Familie.
Johann Helmberg wußte, daß der redſelige Graf
Tegernheim mit ſeiner Frau und Comteſſe Erneſtine in jenem Pavillon über dem See wohnte; aber eine neue Erſcheinung lenkte ihn von ſeinen eigenen trüben Gedanken ab.
Vor der Schnörkeltreppe des Pavillons ſtand ein kleiner, mit vier ſchwarzen Ponies beſpannter Korb⸗ wagen. Ein winziger Jockey in rother ſilberbordirter Livree hatte alle Hände voll zu thun, die kleinen un⸗ geduldigen Pferde in Ordnung zu halten. Weder der Graf, noch die Gräfin, noch Comteſſe Erneſtine waren je in einem ähnlichen Wagen gefahren.
Johann Helmberg müßte nicht zwanzig Jahre alt und Pferdeenthuſiaſt geweſen ſein, wenn er nicht den Umweg um den Teich gemacht hätte, um die niedlichen zottigen Thierchen und das kleine Fuhrwerk näher zu betrachten.
Da trat aus einem der ſchmalen Wege, die vom


