Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Berberhengſt durch die breiten, von uralten Bäumen umſäumten Wege des Parkes. Rechts und links öff⸗ neten ſich von Zeit zu Zeit ſchmalere Gänge in dem dichten Gebüſch und verdämmerten raſch wieder in den tieferen Schatten des Spätnachmittags.

An einſamen Rondels flog er vorüber, von ver⸗ ſchnittenen Hecken labyrinthiſch umgeben, dann wieder ſchaute eine einſame Gärtnerwohnung lieblich zwiſchen Gewächshäuſern und Blumenbeeten hervor.

Jetzt ward es frei und offen vor dem Blick, grüne Wieſen tauchten auf ein See, ruhig glänzend, wie geſchliffenes Metall, des Himmels ſanfte Abendbläue ſpiegelnd. Ein Schwanenhaus auf Tropfſteinfelſen drin, und ernſte Schwäne zogen ihre Kreiſe. Grüne, heimlich ſüße Waldesdämmerung ringsum, und dort am andern Ufer ſteht ein Pavillon, wie aus dem Garten von Verſailles hierher Mſetzt.

Das Schlößchen war bewohnt. Johann Helm⸗ berg kannte es wohl. Der Oberceremonienmeiſter Graf von Tegernheim wohnte darin mit ſeiner Fami⸗ lie, ſo oft die Anweſenheit des Königs es nöthig machte, daß der Graf die Reſidenz verließ.

Andere hohe Hofchargen pflegten dem unverheira⸗ theten König allein zu folgen und ihre Familien in der Reſidenz zu laſſen. Allein Graf Tegernheim that