Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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zurückgekehrt ſein wird. In drei bis vier Jahren würde Hans mir ohnehin die Verwaltung der Güter ab⸗ nehmen; ich würde es froh begrüßen, wenn meinem Sohn in jungen Jahren das Glück eines ruhigen, zufriedenen Familienlebens zu Theil würde, um das ſeine Eltern faſt ihr ganzes Leben lang zu kämpfen hatten.

In dieſem Augenblicke öffnete ein Diener die Thür und Gräfin Erneſtine von Tegernheim und Graf Ulrich von Helmberg erſchienen auf der Schwelle.

Mit der linken Hand auf ſeine polirte Krücke, rechts auf Erneſtinens Arm geſtützt, kam Ulrich lang⸗ ſam näher, das Antlitz leuchtend im Bewußtſein tie⸗ fen wahren Glückes. Und Erneſtine, die einſt wie eine Fürſtin in jede Geſellſchaft getreten war, ſchlug heute kaum die Augen vom Boden auf ein reizendes Bild liebenswürdigſter jungfräulicher Verwirrung.

Nicht nur der Freiherr, obſchon er ſehr erſchrocken war über die Veränderung, die das Krankenlager an

dem edelherzigen Sohn ſeiner Gattin hervorgebracht, auch alle übrigen Anweſenden empfingen den Eindruck, als befänden ſie ſich hier Verlobten gegenüber.

In der Familie Tegernheim konnte das kaum auffallen. Als Erneſtine, aller Gegenvorſtellungen un⸗ geachtet, auf ihrem Entſchluß beharrte, in das Stift zu treten, hatte der Graf ihrem Wunſche endlich nach⸗