Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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ſeine blauen Augen, mit denen er Erneſtine regungs⸗ los anſah, immer größer und dunkler.

Nach längerer Pauſe antwortete er mit einer Frage:

Und wenn Sie mich noch einmal verlaſſen woll⸗ ten, warum haben Sie mich denn mit ſolcher Auf⸗ opferung dem Tode abzuringen geſucht?

Erneſtine war unruhig aufgeſtanden, als beäng⸗ ſtige ſie die eintönige Stimme und das blaſſe Antlitz des Freundes aufs höchſte.

Weil ich nicht zugeben konnte, daß Sie ſterben ſollten für ein ſo unwürdiges Weſen wie ich!

Und Erneſtine legte die weißen Hände vors Ge⸗ ſicht und heftiges, aber lautloſes Schluchzen erſchüt⸗ terte ihren Körper.

Erneſtine, begann der Graf wieder mit derſel⸗ ben unheimlichen Ruhe, aber auf ſeinen Wangen zeig⸗ ten ſich zwei Roſen und ſeine weitgeöffneten Augen wurden immer glänzender,woher wiſſen Sie, daß Sie mir dadurch einen Dienſt erwieſen haben? Wer ſagt Ihnen, daß ich überhaupt am Leben zu bleiben wünſche?

Erneſtine ſchüttelte energiſch den Kopf, als wehre ſie ſich mit aller Kraft gegen das, was der Graf da ſprach.