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ehe ſie des lebendigen Tons mächtig werde; dann ſagte ſie einſilbig und matt und mit öfteren Unter⸗ brechungen:
„Der Arzt erklärt, daß Sie aus jeder Gefahr ſind und daß Sie ſich nun von Tag zu Tag kräftiger und geſünder fühlen werden. Sie haben mich nicht mehr nöthig und der Zweck, der mich noch hier im Hauſe zurückhielt, iſt erfüllt. Ich hatte keine Gelegen⸗ heit, Ihnen früher mitzutheilen, daß ich über meine Zukunft verfügt und meinen Vater vermocht habe, meine Aufnahme in das Stift zu P.. zu erwirken, Dieſelbe iſt vor einigen Tagen erfolgt und zugleich die Einladung, mich in kürzeſter Zeit an meinen neuen Beſtimmungsort zu begeben.“
Gräfin Erneſtine ſtockte und ſah ſich um, als er⸗ warte ſie von außen die Kraft, weiter zu reden, die ihr zu verſagen drohte.
„Ich wollte Ihnen das hier mittheilen, Ulrich, wo ich in kurzer Zeit ſo viel Bitteres erlebt; hier wollte ich Ihr Lebewohl hören und das Verſprechen, daß Sie meiner zuweilen freundlich gedenken wollen.“
Der Graf war nicht aufgeſprungen und hatte keinen Laut ſchmerzlicher Ueberraſchung ausgeſtoßen; aber ſein Antlitz war immer bleicher geworden und


