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263 Königin. Mit einer Kühnheit, die ihn ſelbſt am mei⸗ ſten überraſchte, erfaßte er Eva's herabhängende Hand.
„Eva, mein gnädigſtes Fräulein! Wie oft habe ich gewünſcht, Ihnen endlich ſelbſt mit Worten danken zu können für den unſchätzbaren Dienſt, den Sie da⸗ mals mir, dem armen Bereiter ohne Namen und Rang, ſo muthig geleiſtet haben! Ich werde nie vergeſſen, was Sie für mich gethan!“
Noch immer ſchwieg Eva, aber ein ſchüchterner Druck der Hand, die loszulaſſen Hans vermuthlich vergeſſen hatte, ſagte mehr als Worte.
Sie hatte wohl über die Helmberg⸗Tondern'ſche Angelegenheit dunkle Andeutungen vernommen, aber eingehender hatte man ſelbſtverſtändlich mit einem ſo jungen Mädchen über ein immerhin ſehr delicates Thema nicht reden wollen, und ſo war es ihr fremd geblieben, daß der junge Bereiter— ihr heiliger Aloyſius— der Feenkönig und der jetzt ſo oft ge⸗ nannte Hans von Tondern ein und dieſelbe Perſön⸗ lichkeit waren. Eine Stimmung, märchenhaft und be⸗ glückend wie damals in dem phantaſtiſchen Feentraum, kam über ſie und freudig hob ſie die feuchtſchimmern⸗ den Augen zu dem jungen Manne auf.
„Eva! Königin!“ flüſterte dieſer; noch einmal beugte er ſich nieder und drückte einen feurigen Kuß


