Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

260

Auch der Graf bemerkte jetzt den jungen Mann; er hatte denſelben ſchon vor Wochen empfangen, als Hans ſeinen Bruder Ulrich zuerſt ſehen durfte; denn der junge neugeſchaffene Majoratserbe hatte damals ſeinen Beſuch auf ärztliches Anrathen ſehr abkürzen müſſen, da der Geneſende noch ſehr ſchwach war.

Man hatte damals dafür geſorgt, daß Eva ihren Helden aus dem Feenſpiel nicht zu Geſichte bekam. Hans hatte ſich— vom Oberceremonienmeiſter vor⸗ ſichtig bis aus der Hausthür geleitet— allerdings ein Herz gefaßt und ſich nach dem Befinden der jun⸗ gen Dame erkundigt— die— die— Der Graf war ihm zu Hülfe gekommen:„Meiner Nichte von Wodny? Ich danke, es geht ihr vorzüglich!“— Befremdet hatte Hans den Freiherrn angeblickt und geſtottert:„Trotz— trotz— ihres— traurigen Leidens?“— Geärgert über„dieſe Indiscretion des emporgekommenen Gelb⸗ ſchnabels“, wie er ihn innerlich nannte, hatte der Graf etwas barſch gefragt:„Von was für Leiden reden Sie?“— Hans aber, erſchreckt von dem vermeint⸗ lichen faux pas, den er durch die Berührung dieſes Themas begangen, war verlegen erröthend die Ant⸗ wort ſchuldig geblieben. Dem Grafen war das Benehmen des jungen Mannes ſehr ſonderbar vorge⸗ kommen; aber zur rechten Zeit erinnerte eer ſich der