derte. Endlich hob er entſchloſſen die Gießkanne, und eine wahre Sündflut plätſcherte herab auf die Pflanze und das ſie umgebende Erdreich, daß ſich auf dem dunkelgrauen Grunde zahlloſe Miniaturſeen bildeten.
„Der leichtfertige Andre läßt mir dieſe ſchöne Arneacea bifoliatris paludinestra noch umkommen vor Trockenheit! Und ich habe ihm doch unzählige Male geſagt, daß die Arneaceen halbe Sumpfpflanzen ſind, welche immer naß gehalten werden müſſen! Andre!“
Andre, der aus der Betonung ſeines Namens ſtets die richtige Anſicht von der Laune ſeines Herrn ſchöpfte, aber auch wußte, wie ſchnell ſolcher Sturm vorüberbrauſte, zog es vor, vorerſt unſichtbar zu bleiben.
„Aber, Onkelchen, der arme Andre müßte ja den ganzen Tag vor der Arneacea ſtehen, wenn ſie bei dieſer afrikaniſchen Hitze nicht trocken werden ſollte“, ſagte beſänftigend eine wunderliebliche Stimme, welche zwiſchen den Thürpfoſten des Gewächshauſes hervor⸗ tönte, ſodaß Hans ſich erſtaunt nach einer dritten Perſon umſah, die geſprochen haben mußte, denn Eva war ja ſtumm..
„Allerdings zieht er es vor, dem ganzen Tag beim Schloßbräu zu ſitzen, um bei ſich keine Trocken⸗
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